Ethikrichtlinie
Der Verband ICO will einen internationalen Ethikkodex für Coachs etablieren, die zur Verbesserung menschlicher Beziehungen in beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Kontexten beitragen. Die ICO-Coachs verpflichten sich, die folgende Ethik-Richtlinien des ICO einzuhalten:
1. Verantwortung des Coachs - Selbstbestimmung des Klienten
Jeder Mensch hat ein bestimmtes Potenzial in sich. Wird dieses gelebt, erschließen sich völlig neue Lösungsmöglichkeiten für die komplexen Herausforderungen unserer Zeit. Die ICO-Coachs schulen ihre Klienten darin, den Zugang zum eigenen Potenzial freizulegen und kreativ nutzbar zu machen. Ziel des Coachings ist die Vermittlung von Selbst- und Sozialkompetenz. Auf diese Weise ist ein nachhaltiges Coaching gewährleistet.
Die ICO-Coachs sind in der Lage und bereit, die fachliche Veranwortung für den kompleten Coaching-Prozess zu übernehmen. Der ICO-Coach führt den Klienten durch eigenverantwortliche Veränderungsprozesse, ohne dass Abhängigkeiten zwischen Coach und Klient entstehen.
Die ICO-Coachs arbeiten dabei partnerschaftlich mit den Klienten zusammen und sind in jeder Phase des Projekts bereit, ihre Vorgehensweise transparent darzulegen, denn nur so kann der Klient seine Eigenständigkeit und Selbstverantwortung wahrnehmen.
Der Coach klärt den Klienten über seine fachliche Qualifikation und Erfahrung sowie über Möglichkeiten und Grenzen des Coachings auf. Aufträge, die seine beruflichen Kompetenzen übersteigen, lehnt der ICO-Coach ab oder bearbeitet sie in Kooperation mit entsprechenden Experten.
Basis des Coachings ist eine vertragliche Grundlage, die der ICO-Coach verständlich und rechtswirksam formuliert. Zum Dienstvertrag gehören insbesondere Zielsetzungen, Arbeitsweise und Art der Methode, Zeitrahmen und Honorarabsprachen.
2. Fachkompetenz
Ein ICO-Coach verfügt über eine fachlich qualifizierte Ausbildung. Er verpflichtet sich zu regelmäßiger Weiterbildung und Superversion, um seine Kenntnisse jeweils auf den aktuellen Stand zu bringen und die eigenen Vorgehensweise kontinuierlich zu reflektieren. Die hohe Qualität nach einheitlichen Standards ist Voraussetzung für die vom ICO-Verband angestrebte Professionalisierung des Berufsbildes Coach.
Der Coach setzt seine fachliche Expertise, z.B. kommunikative Fähigkeiten und Methodenkompetenz, zum Wohle des Klienten ein; die Loyalität gegenüber dem Klienten hat einen hohen Stellenwert.
Die ICO-Coachs bringen ihr jeweiliges Spezialwissen zu Gesellschaftsbereichen und wirtschaftlichen Branchen mit hohem Coaching-Bedarf ein. Sie arbeiten daran, Coaching nachhaltig zu gestalten und in folgenden Bereichen in der Gesellschaft zu etablieren: Gesundheit und Medizin, psychosoziale Bereiche, Bildungswesen, Familie, profit und non-profit Organisationen, Klein- und Mittelbetriebe, Regionalentwicklung, interkulturelle Zusammenarbeit, Medien, Politik, Justiz und Umwelt. Bei fachübergreifenden Aufgaben werden die entsprechenden Experten (z.B. Ärzte und Therapeuten) hinzugezogen.
3. Schweigepflicht und Datenschutz im Coaching
Der ICO-Coach verpflichtet sich zur Einhaltung des Berufsgeheimnisses und zur aktiven Sicherung der ihm anvertrauten Informationen. Die Weitergabe von Informationen ist nur statthaft, wenn sie im Interesse der Betroffenen liegt und mit deren ausdrücklicher Einwilligung geschieht. Auch die Verwendung von Klientennamen als Referenzen erfolgt nach Absprache mit dem Referenten. Liegt eine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung vor, informiert der Coach den Klienten darüber.